Noch vor einigen Jahren war das Outing ein echtes Wagnis und konnte bis hin zum Karriereende führen. Heute ist es selbstverständlich, dass auch gleichgeschlechtliche Paare offen ihre Beziehung leben und sich nicht mehr verstecken müssen. Seit 2001 können in Deutschland homosexuelle Paare sogar heiraten oder ihre Partnerschaft eintragen lassen. Dies war ein wichtiger Meilenstein für die Gleichberechtigung.
Meistens können sich gleichgeschlechtliche Paare das Jawort im Standesamt geben. Nur in wenigen Bundesländern wie Hessen oder Bayern sind andere Behörden hierzu zuständig. Ab dem Moment an, können diese Paare nicht nur einen gemeinsamen Nachnamen tragen, sondern sind sich gegenseitig zum Unterhalt verpflichtet und tragen füreinander sorge. Ab dem Jawort gilt der Güterstand der Zugewinngemeinschaft.
Kinder in der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft
Nach wie vor ist ein gemeinsames Adoptivkind innerhalb homosexueller Paare ein nicht zu erfüllender Wunsch. Eine sogenannte Regenbogenfamilie ist allerdings möglich. So kann einer der Partner mit der Zustimmung seines Partners ein Kind adoptieren. Hat allerdings bereits einer der beiden Partner ein eigenes leibliches Kind, sieht dies anders aus. In diesem Fall darf der andere Partner das Kind adoptieren, sofern das andere leibliche Elternteil einwilligt. Für Wahlväter und Wählmütter gilt darüber hinaus das kleine Sorgerecht. Im Alltag dürfen sich miterziehen und beispielsweise das Kind auch zum Arzt begleiten. Allerdings müssen sie hierzu mit dem Lebensgefährten zusammen wohnen.