Tiefgreifende und durchdachte Maßnahmen der Bundesregierung haben dazu geführt, dass der Arbeitsmarkt steigende Beschäftigungszahlen vermelden kann. Auch die Eurokrise wurde bewältigt, ohne solch gravierende Einschnitte hinnehmen zu müssen wie viele unserer europäischen Nachbarn. Als Folge dieser relativen Sicherheit hat sich das Konsumverhalten der Deutschen verändert – das Geld sitzt lockerer, man gönnt sich auch mal etwas Luxus. Forciert wird die Kauflust noch durch ein niedriges Zinsniveau. Die Verlockung, größere Anschaffungen langfristig durch Kredite per Rate zu tilgen, führt allerdings immer häufiger dazu, dass sich Privathaushalte schlicht und ergreifend „überheben“ – also in die Insolvenz abrutschen und zahlungsunfähig werden.

Der Gesetzesgeber hat bereits reagiert.

Der beunruhigende Trend, dass immer mehr Personen eine Privatinsolvenz anmelden müssen, hat zu einer entsprechenden Erwiderung seitens der Politik geführt. Schon im Jahre 1999 wurden Gesetze geändert; diese erfahren 2014 eine Reform. Für Schuldner wird es dann wesentlich erleichtert, in absehbarer Zeit wieder solvent zu sein. Die nötigen Voraussetzung dafür ist allerdings, sich den Gläubigern zu offenbaren und alle Schritte zu unternehmen, sich ihnen gegenüber kooperativ zu verhalten. Es versteht sich von selbst, dass eine qualifizierte Beratung nötig ist. Fachanwälte raten davon ab, sich auf eigene Faust mit Banken bzw. den Kreditoren auseinander zu setzen.