Als Regenbogenfamilien werden Familien bezeichnet, bei denen die Kinder nicht wie im Normalfall von Eltern des männlichen und weiblichen Geschlechts erzogen werden, sondern bei denen die Kinder bei gleichgeschlechtlichen Partnern aufwachsen. Seit 1.August.2001 ist es ist in Deutschland Homosexuellen und Lesben erstmals möglich eine Lebenspartnerschaft einzugehen. Im Gegensatz zur Schweiz ist die Adoption von Kindern durch Schwule und Lesben, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben, in Deutschland erlaubt. Die Zahl Schwuler und Lesben, die sich ein Leben mit Kindern wünschen und daher die Adoption eines Kindes in Betracht ziehen, nahm in den letzten Jahren deutlich zu.

Für die gleichgeschlechtlichen Partner stellt sich häufig die Frage, ob sie ein Kind aus Deutschland oder aus dem Ausland adoptieren sollen. Aus soziologischer Sicht ist es sogar erfreulich, dass die deutschen Adoptionsvermittlungsstellen, so wie die jeweiligen Eltern, die Adoptivkinder lieber an traditionelle Lebenspartner vermitteln. Dadurch kann ausländischen Kindern, die zuvor von Hunger, Armut und Rechtlosigkeit bedroht wurden, eine neue Lebensperspektive geboten werden. Andererseits haben Homosexuelle und Lesben weiterhin mit Vorurteilen und Stigmatisierung zu kämpfen, was die Vermittlung von Adoptivkindern freilich erschwert.